18.03.2016 10:04

Hochwertige Uhren als Geldanlage

Uhren statt Aktien? Die klassische Armbanduhr ist seit einiger Zeit eine stetig beliebter werdende Alternative zu konventionellen Wertanlagen wie Aktien oder Gold, die heute unter dauerhaft niedrigen Zinssätzen und finanzieller Repression zu leiden haben. Doch wie gut sind Uhren als Investitionsobjekte tatsächlich geeignet? Wie investiert man richtig in die Zeitmesser? Welche Marken und Modelle versprechen die meiste Rendite? Und welche Faktoren sollten bei einer Uhr als Anlage dringend beachtet werden?

Die Luxusuhr als Wertanlage

wertvolle ArmbanduhrDass bestimmte Uhren ein ganz spezielles Begehren erwecken können, ist kaum von der Hand zu weisen. Die begehrtesten Objekte erzielen immense Preise, es geht um viel Prestige, um Status, um Luxus. Mit Uhren werden jedes Jahr auf der ganzen Welt Beträge in Milliardenhöhe umgesetzt. Das erste Land, wenn es um Uhren geht, die Schweiz exportierte allein im Jahr 2012 Uhren im Wert von über 17 Milliarden Euro. Viele der Anleger hofften dabei auf hohe Wertsteigerungen und Gewinne. Für Investoren werden vor allem Uhren ab der Luxus-Preisklasse von 5.000 Euro und mehr attraktiv. Dabei ist für sie besonders spannend, was auf dem Luxusmarkt geschieht.
Den Luxusmarkt für Uhren kann man am ehesten mit dem Kunstmarkt vergleichen. Vor allem außergewöhnliche und historische Uhren, besonders von renommierten Herstellern, und Uhren mit Alleinstellungsmerkmalen (z.B. Repetitionsuhren) machen oft das Rennen. Sie lassen Sammlerherzen höher schlagen und bringen letztlich am meisten ein. Wie auch bei Kunstwerken erhöht sich der Wert von Uhren außerdem, wenn sie einen prominenten Besitzer vorweisen können oder wenn ein bekannter Künstler/Uhrmacher sie signiert hat. Dann scheint die Gewinnspanne beinahe grenzenlos zu sein. Was Uhren und Kunstobjekte allerdings unterscheidet ist die Wertbeständigkeit. Hier liegen die Uhren eindeutig vorn.
Luxusuhren sowie alte und ausgefallene Uhren als Geldanlage bieten demnach große Chancen und sind als Investitionsobjekte durchaus geeignet. Doch welche Uhren haben dabei das größte Potential? Und welche Risiken bestehen trotz allem?

Welche Marken sind geeignet?

Sich genauestens mit den großen Herstellern auseinanderzusetzen, bevor man auf die Suche nach vielversprechenden Modellen geht, ist selbstverständlich. Schon hier muss entschieden werden, ob man sich nur auf die großen Namen einlässt oder ob es interessante Nischen gibt, die zu entdecken sich besonders lohnt.
Wer sich auf preisstabile und prestigeträchtige Markenhersteller verlässt, macht zunächst einmal nichts falsch. Zu diesen zählen heute schon längst nicht mehr nur die ganz alten und ganz großen Traditionshersteller. Auch mit Ingersoll, Alpina Geneve, Fortis, Frederique Constant, Timex oder Hamilton kann man auf der sicheren Seite sein.
Abseits davon können gerade auch stabile, vielversprechende Unternehmen interessant werden, da sie es verstehen, mit der Zeit zu gehen und gleichzeitig auf besonders exklusive Kollektionen und außergewöhnliche Einzelmodelle setzen. Hierzu zählen Maurice Lacroix oder MeisterSinger.

Darauf sollten Sie bei Ihrer Wahl achten

Antike UhrWertvolle Uhren zu erkennen und gewinnbringend zu verkaufen, verlangt ein nicht geringes Maß an Erfahrung und Geduld. Der Markt ist hochkomplex. Etwa 80 % aller Markenuhren eignen sich nicht als Kapitalanlage. Doch gerade das ist eine Chance für Branchenkenner, überzeugte Uhrenliebhaber und clevere Sammler. Sie verfügen über das nötige Feingefühl, das es ihnen ermöglicht, das Potential einer Uhr zu erkennen. Oft entscheiden feinste Details darüber, ob eine Investition rentabel ist und ob der Wert eines Modells sich später auf 20.000 oder auf 75.000 Euro beläuft. Wer kaum Markterfahrung hat, kann sich professionell beraten lassen. Es lohnt sich.
Eines ist sicher: Jede Uhr, die heute als besonders wertvoll gilt, war zu ihrer Zeit ein absolutes Spitzenprodukt. Wenn auch ein eher seltenes Spitzenprodukt. Wer sich also mit der Uhrenhistorie auskennt, hat die besten Karten. Auch bei Uhren als Geldanlage gilt genau wie bei vergleichbaren Investitionsobjekten: Je seltener ein Uhrenmodell vorkommt, desto wertvoller kann es einmal sein. Es kommt also nicht unbedingt und ausschließlich auf die technischen Aspekte und Komplikationen an.

Welche Risiken müssen außerdem bedacht werden?

Wie in jedem anderen Anlagebereich existieren auch bei Uhren als Geldanlage einige Risiken. Die größte Gefahr besteht darin, naiv und ohne Branchenkenntnisse an größere Investitionsvorhaben heranzugehen. Als Anleger sollte man sich bei der Auswahl der Investitionsobjekte niemals allein auf sein Glück verlassen. Lässt man sich allerdings von einem Experten beraten oder beschäftigt sich schon seit geraumer Zeit mit dem Uhrenmarkt, können hier dennoch hohe Renditen erzielt werden.

Anleger müssen sich außerdem darüber im Klaren sein, dass bei den allermeisten Modellen keine schnelle Preissteigerung zu erwarten ist. Wer also auf schnelles Geld setzt, bekommt Schwierigkeiten. Investitionen in der Branche machen sich vor allem auf längere Sicht bezahlt. Als Käufer sollte man möglichst die Zeit haben, abzuwarten und schon bei der Anschaffung die Revisionskosten mit einplanen.

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