08.04.2016 00:03

Lederarmband pflegen – So wird’s gemacht

Herremuhr mit LederarmbandViele Uhrenliebhaber stimmen darin überein: Egal ob sie Automatikuhren, Chronographen oder Funkuhren bevorzugen, ihre Armbanduhr kommt am besten mit einem Lederarmband zur Geltung. Sie schätzen die Geschmeidigkeit und den unnachahmlich markigen Look. Ohne die richtige Pflege verlieren Lederarmbänder jedoch schnell ihre einzigartigen Eigenschaften. Deshalb ist es wichtig, dem Leder die angemessene Aufmerksamkeit entgegen zu bringen. Nur dann beweist es die zähe Strapazierfähigkeit und enorme Langlebigkeit, die edle Naturprodukte auszeichnet. Doch wie pflegt man ein Lederarmband richtig? Wir zeigen Ihnen, wie Sie die Lederpflege richtig in Angriff nehmen und welche Tipps und Pflegehinweise dabei besonders wertvoll sind.

Bevor Sie das Lederarmband pflegen – lernen Sie es kennen

Nicht jedes Leder ist gleich. Bevor Sie mit der Reinigung und Pflege Ihres Uhrenarmbands beginnen, raten wir dazu, sich mit den Lederarten und ihrer Beschaffenheit vertraut zu machen. Denn gerade wenn Sie für das Lederarmband etwas tiefer in die Geldbörse gegriffen haben, wären Fehler bei der Handhabung besonders ärgerlich.
Armbänder aus Leder sind Produkte, die sich in ihrer Qualität stark unterscheiden. Grundsätzlich gilt hier tatsächlich, je kostspieliger das Produkt, desto hochwertiger ist es auch. Bei allzu günstigen Varianten kann auch mit aufmerksamer Pflege nur wenig erreicht werden. Dafür lohnt sich eine gute Behandlung von hochwertigem Leder umso mehr. Qualitätsprodukte zeigen sich dann von ihrer besten Seite und gewinnen, wie guter Wein, mit der Zeit sogar noch an Schönheit. Erst durch jahrelanges Tragen zeigt sich hier der wahre Charakter des Naturprodukts, die typische Marmorierung edlen Leders.
Um bei der Pflege des Lederarmbands alles richtig zu machen, spielt auch die Art des Leders eine entscheidende Rolle. Kein Leder ist für den Kontakt mit Wasser gut geeignet. Dennoch ist Glattleder durch seine sozusagen versiegelte Oberfläche diesbezüglich pflegeleichter als Rauleder, bei dem Flüssigkeit durch die offenen Poren eindringen kann. Die meisten Uhren-Armbänder bestehen heute aus Glattleder. Rauledermaterial wie Wildleder, Nubuk und Velour ist deutlich seltener geworden.

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Wann muss ein Lederarmband wirklich gepflegt werden?

Dass jedes Lederprodukt von Zeit zu Zeit gereinigt und gepflegt werden muss, steht für Kenner außer Frage. Ohne Pflege wird jedes Leder über kurz oder lang porös, steif und brüchig. Die feinen Risse, die dann entstehen, zerstören das Ledergewebe auf Dauer vollständig. Doch auch hygienische Aspekte sind zu Bedenken, schließlich ist Leder ein Naturprodukt, indem sich Mikroben festsetzen können. Offenporiges Leder kann außerdem durch die Aufnahme von Flüssigkeit speckig erscheinen und sich verfärben.
Wir empfehlen daher, eine leichte Reinigung sowohl vor jeder Pflege als auch nach optischem Ermessen vorzunehmen, beispielsweise wenn äußerliche Verschmutzungen sichtbar sind. Eine Anwendung von Pflegemittel, wie Lederfett oder Pflegecreme, führen Sie am besten in regelmäßigen Abständen, zum Beispiel jedes halbe Jahr, durch.

Allgemeine Tipps und Hinweise zur Pflege des Lederarmbandes

Um die Lebensdauer Ihres Uhrenarmbands zu verlängern, können Sie einiges unternehmen. Neben dem regelmäßigen Reinigen und Einfetten ist auch ein bewusster Umgang mit dem Material von Vorteil. Im Alltag sollte das Lederarmband weitgehend vor Feuchtigkeit geschützt werden. Beim Händewaschen, beim Duschen oder auch bei starkem Regen ist es sinnvoll, das Band abzulegen. Dasselbe gilt bei schweißtreibenden Situationen wie Sport. Wenn Sie ab und an mal auf das Tragen Ihres Armbands verzichten und ihm Zeit zum Atmen geben, wird es Ihnen umso länger Freude machen.
Da man jedoch manchmal nicht verhindern kann, dass Uhr und Armband feucht werden, hier ein paar Hinweise zum Trocknen von Leder:
Nasses Leder kann schrumpfen oder sich verformen, wenn es zu schnell oder bei zu hohen Temperaturen getrocknet wird. Aus Erfahrung schlagen wir vor, Lederprodukte stets bei Zimmertemperatur zu trocken. Die Zirkulation der Luft ist wichtig, da Leder bei stehender Luft schnell ranzig oder schimmlig wird. Das sollten Sie auch bei der Aufbewahrung eines Lederarmbands beachten.
Wenn das Leder schmutzig geworden ist oder sich nach einigen Monaten der Geruch des Materials verändert, können Sie es mit einem vorsichtig angefeuchteten, fusselfreien Lappen oder Baumwolltuch reinigen. Bei gröberen Verschmutzungen ist ein milder Lederreiniger empfehlenswert. Im Allgemeinen ist es immer ratsam, jedes Pflegemittel vor der Anwendung an einer unauffälligen Stelle zu testen.
Das regelmäßige Pflegen und Säubern vermindert Alters- und Gebrauchsspuren und beugt Verfärbungen, Verformungen und Brüchigkeit vor. Dennoch sollten Sie das Lederarmband nicht häufiger als alle drei Monate pflegen, da das Gewebe sonst zu viel Fett aufnimmt und ranzig werden kann. Darüber hinaus können Sie spezielle für die jeweilige Lederart geeignete Pflegemittel benutzen.

Glattleder richtig pflegen

Die Mehrzahl der Uhrenarmbänder wird heutzutage aus sogenanntem Glattleder gefertigt. Dieses ist häufig oberflächengefärbt und dadurch wasserabweisend. Durch diese Behandlung absorbiert das Naturprodukt kaum noch Flüssigkeit. Wer hier beim Putzen auch mal zu Sattelseife oder ähnlich sanften Laugen greift, macht keinen Fehler. Als Pflegeprodukte bietet der Markt Pflegefette, Cremes und Emulsionen, die die Geschmeidigkeit des Materials optimal erhalten.
Vorsicht ist nur bei Anilinleder geboten. Es macht zwar ebenfalls einen eher glatten Eindruck, ist aber offenporig und deshalb beim Reinigen und Einfetten mehr wie andere Raulederarten zu behandeln.

Spezielle Pflege von Rauleder

wassertropfen auf LederAbsorbierende Lederarten wie Rauleder und Anilinleder nehmen mit der Zeit Flüssigkeit von der Haut und aus der Umgebung auf. Wenn Feuchtigkeit in das Gewebe eindringt, wird es verformt und abgedunkelt. Um das zu vermeiden, ist es unbedingt notwendig, das Leder in regelmäßigen Abständen mit speziellem Lederpflegemittel zu behandeln.

Lederpflege für absorbierende Arten können Sie zumeist als Spray kaufen. Doch auch Cremes erfüllen ihren Zweck. Wenn Sie sich für ein Pflegemittel entscheiden, dass Sie selbst verreiben müssen, dann gilt: Weniger ist mehr. Statt die Ledercreme direkt auf das Armband aufzutragen, können Sie diese auf einem Tuch verteilen und von dort aus gleichmäßig auf die Lederfläche aufbringen.

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